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Carolin
Theuring
Warum überhaupt
ein Forschungshandbuch für Einsteiger?
Die Idee
so eine Einführung zu schreiben entstand bei einem Feldenkrais & Wissenschaft-Arbeitstreffen
in München, initiiert und organisiert von Roger Russell, Ulla
Schläfke und Prof. Klaus Schneider, Juli 2003. Ca. 40 Feldenkrais-Leute
trafen sich mit den beiden Universitätsprofessoren und Forschern
Beatrix Vereijken aus Norwegen und Klaus Schneider aus Deutschland
um Ideen für Forschungsprojekte auszuloten. Wir arbeiteten sehr
eifrig und motiviert, jedoch an einem Punkt blieben wir plötzlich
in der Diskussion stecken. In dieser Situation dämmerte mir,
dass hauptberufliche Wissenschaftler sich vielleicht nicht mehr vorstellen
können, wie der gewöhnliche (Feldenkrais) Mensch denkt
und der gewöhnliche (Feldenkrais) Mensch sich wahrscheinlich
gar nicht vorstellen kann, was im Kopf eines Wissenschaftlers vor
sich geht. Um mehr Verständnis und Einsicht in wissenschaftliches
Arbeiten für die Feldenkrais-Leute von diesem Arbeitswochenende
herzustellen, suchte ich all meine Unterlagen und Bücher zu
Forschungsmethoden heraus und versuchte eine kleine Einführung
zusammenzustellen, die die zukünftigen Treffen mit Wissenschaftlern
dadurch erleichtern soll, dass einige Basiskonzepte erklärt
werden.
Durch dieses neue IFF Research Journal gehen wir wieder ein paar
Schritte weiter, wir sammeln und präsentieren Diskussionsbeiträge und Studien zu Forschung
in der Feldenkrais Methode. Daher scheint hier wieder ein passender Ort für
dieses kleine Forschungshandbuch zu sein um interessierten Einsteigern, die
bisher wenig Kontakt mit Forschung hatten, die zugrundeliegenden Prinzipien
ein bisschen näher zu bringen.
WISSENSCHAFT –FORSCHUNG – EXPERIMENT – LABOR diese
Begriffe lösen üblicherweise zwei ganz verschiedene Reaktionen
in einer Versammlung von Feldenkrais Practitionern aus: ein Teil
wird sehr ärgerlich darüber, dass jemand versucht die Feldenkrais
Methode durch Forschung zu verwässern und zu verfälschen,
der andere Teil hingegen wird ganz aufgeregt und hektisch bei dem
Gedanken an Studien und Experimente, die endlich den Beweis erbringen,
dass die Methode tatsächlich und wirklich funktioniert.
Die paar dazwischen, die ruhig bleiben, sind entweder die Gewohnheitsschläfer
dieser Gruppe, oder es sind Leute denen es wirklich egal ist, was passiert,
außer, dass die Krankenkassen SOFORT anfangen sollen Feldenkrais Lektionen
zu bezahlen - oder aber sie sind Wissenschaftler, die schon mal einen Blick
auf Forschungsideen und die Fragen, die vor uns liegen, geworfen haben. Es
sei hier offengelassen, ob sie aus purer Vorfreude und Vergnügen, oder
aus Frustration schweigen, das ist dann wohl eher die Frage nach halb voll
oder halb leer und hängt von der individuellen Persönlichkeit ab.
Dieses
kleine Einführung möchte in Grundbegriffe zeitgenössischer
Forschung einführen und ist für diejenigen gedacht, die
noch nie in Kontakt mit Forschungsprojekten gekommen sind. Um so
etwas kurz und einfach zu halten muss man natürlich die Materie
ganz schön reduzieren, daher appelliere ich an das Eigeninteresse
und die Eigenverantwortung des/der Leser/in, immer im Hinterkopf
zu behalten, dass eigentlich alles viel komplexer ist, als hier dargestellt
(wie immer...).
Warum eigentlich Forschung?
Wissenschaft
hat eigene Regeln, Prinzipien und vor allem auch eine eigene Ausdrucksweise,
durch die sie sich definiert, wie jedes andere professionelle Feld
auch. Diese Standards mögen auf den ersten Blick vielen unserer
feldenkraisischen Sichtweisen widersprechen und Unmut hervorrufen.
Der Versuch die Feldenkrais Methode erfassbar zu machen bedeutet
jedoch auf keinen Fall, dass wir die Methode verwässern oder
unsere eignen Standards verändern müssen, aber es bedeutet,
dass wir versuchen einen Dialog mit tonangebenden Bereichen unserer
Gesellschaft zu beginnen; denn ob wir es so wollen, oder nicht:
Wissenschaftliche
Darstellbarkeit ist in unserer Gesellschaft eine Grundlage dafür,
ernst genommen zu werden von Medien, Medizinern, Politikern, Behörden,
Krankenkassen, Wissenschaftlern etc.
Forschung
wird in vielen Bereiche durchgeführt, z.B. in Sozialwissenschaften wie
Psychologie, Soziologie und Pädagogik, in Geisteswissenschaften,
wie Philosophie und Geschichte oder in Naturwissenschaften wie
Physik, Biologie oder Chemie. Es gibt verschiedene Forschungsmethoden,
die je nach Gebiet der Forschung und Forschungsfrage angewendet werden: quantitative
Methoden, mit denen mehr gezählt und gemessen wird; qualitative
Methoden, die mehr zur Beschreibung eingesetzt werden. In
beiden Richtungen sollen neues Wissen und neue Erkenntnisse erlangt
werden und beide Richtungen sind relevant für Forschungsprojekte
im Rahmen der Feldenkrais Methode, auch wenn sie auf sehr verschiedenen
Grundlagen/Verständnissen beruhen. Grob kann man Forschung auch
noch in Grundlagenforschung und Anwendungsforschung, je nach Untersuchungsgebiet
und Fragestellung unterscheiden.
Grundlagenforschung findet z.B. in einem Labor
statt, in dem der Aufbau einer Muskelzelle, die Organisation
von Gedächtnis, oder mathematische Formeln für die
Beschreibung einer Wurfbewegung untersucht werden.
Anwendungsforschung beschäftigt sich mit
Fragen, die eher einen konkreten Einfluss auf das tägliche
Leben haben können, z.B. wie ein Medikament bestimmte Zellreaktionen
beeinflusst, wie eine Maschine Energie sparen kann, oder wie
Athleten ihre Sprint–Technik optimieren können.
Sowohl Grundlagen-, als auch Anwendungsforschung sind wichtig
und notwendig um Wissen über die Welt in der wir leben zu
gewinnen, sie gehen Hand in Hand.
Forschung
ist immer auch durch den Zeitgeist beeinflusst und
wird gelegentlich dadurch verlangsamt oder, im Gegenteil, vorangetrieben.
Denken Sie nur daran, wie lange es dauerte, bis die Gelehrten überzeugt
waren, dass die Erde keine Scheibe ist, ... aber andererseits auch
an den unglaublich schnellen Fortschritt in der Entzifferung der
DNA.
In diesem Sinne war Moshe Feldenkrais, mit seiner faszinierenden
Fähigkeit
komplex und vernetzt zu denken seiner Zeit voraus und auch heute hinkt die
Wissenschaft manchen seiner Gedankengängen noch hinterher (und so mancher
Wissenschaftler seinen Fähigkeiten). Einige seiner Annahmen jedoch erwiesen
sich auch als nicht richtig, oder wurden weiterentwickelt . (Siehe Schleip,
2000)
Im folgenden
Teil werden nun quantitative und qualitative Forschungskonzepte ein
wenig genauer vorgestellt.
Quantitative Forschungsmethoden
Quantitative
Forschungsmethoden haben den Anspruch, den Untersuchungsgegenstand
möglichst genau zu erfassen, das schließt alle möglichen
Messverfahren ein: Zeit, Gewicht, Größe, Wegstrecke,
Länge, Anzahl, standardisierte Fragebögen etc., je
nach Fragestellung. Durch die Messung gewonnene Daten werden
mit statistischen Verfahren analysiert.
Forscher formulieren zunächst eine Hypothese (“Hypothese” kommt
aus dem Griechischen von “Vermutung”) und testen ihre Gültigkeit
dann durch verschiedene Untersuchungen, z.B. überlegen sie sich Experimente,
benutzen Fragebögen, machen Tests im Labor, oder gehen in eine natürliche
Umgebung, etc., all das hängt davon ab, wie sie die Hypothese formuliert
haben und von Forschung, die schon vorher dazu gemacht wurde. Quantitative
Forschung wird auch empirische Forschung genannt (“empirisch” kommt
vom Griechischen “auf Erfahrung beruhend”).
Die Art und Weise, wie Hypothesen für eine empirische Studie formuliert
werden, unterliegt Regeln und unterscheidet sich grundlegend davon, wie man
im alltäglichen Leben Erfahrungen und Vermutungen äußert.
Die folgende Tabelle zeigt daher zentrale Unterschiede:
| Alltagserfahrung |
Empirischer
Forschung |
1.
Art der Aussagen, mit denen man sich beschäftigt
|
| Beispiele
für nicht-wissenschaftliche Hypothesen: |
Kriterien
für die Wissenschaftlichkeit von Hypothesen: |
“Es
gibt”-Sätze (z.B. “Es gibt Feldenkrais-Lektionen,
die beseitigen Rückenschmerzen”)
- “ Kann”-Sätze (z.B. “Durch Feldenkrais kann man
aus einem gewöhnlichen Golf- Spieler einen Champion machen”)
- Annahmen über Objekte, Merkmale, Ereignisse, die weder direkt zugänglich
sind, noch indirekt erschlossen werden können. (z.B. “Die Feldenkrais
Methode macht Menschen glücklich”) – Diese Aussagen sind
damit nicht unbedingt falsch, aber sie sind unwissenschaftlich, da sie
weder widerlegbar, noch beweisbar sind. |
-
Allgemeingültigkeit: Die Behauptung muss über den Einzelfall,
oder ein einzelnes Ereignis hinausgehen, angestrebt wird Generalisierbarkeit
und das Aufzeigen von Gesetzmäßigkeiten.
- Ausdruck in einem Konditionalsatz: „Wenn-dann“-Satz, (z.B. “Wenn
eine Mutter ihr Baby mindestens 6 Monate stillt, dann wird das Kind weniger
wahrscheinlich Allergien bekommen.”), oder “Je-desto”-Satz
(z.B. “Je länger jemand Feldenkrais Unterricht nimmt, desto
weniger kostet er seine Krankenkasse.“)
- Potentielle Falsifizierbarkeit: Es müssen Ereignisse denkbar sein,
die dem Konditionalsatz widersprechen (z.B. haben manche Kinder Allergien,
obwohl sie lange gestillt wurden.) |
2.
Wie präzise ist die verwendete Terminologie?
|
Umgangssprachliche
Mitteilungen, z.B. „Feldenkraisunterricht hilft den Leuten
zu entspannen. Dadurch verschwinden ihre Rückenschmerzen.“ à
-> Mangel an Präzision! |
Einigung
auf die Bedeutung eines bestimmten Vokabulars.-Für die zentralen
Begriffe werden operationale Definitionen erstellt: Mit operationalen
Definitionen beschreibt man genau, was man damit meint, wenn
man einen bestimmten Begriff verwendet. Moshe Feldenkrais hat
ja beispielsweise den Begriff „Entspannung“ abgelehnt,
weil er für alle möglichen verschiedenen Zustände
vage benutzt wird und es dadurch nicht erlaubt einen bestimmten
Zustand genau zu beschreiben, so dass man genau weiß, um
was es sich dabei handelt. |
3.
Wie werden Erfahrungen gesammelt und dokumentiert?
|
| Unsystematic
to no - or only fragmentary documentation |
Systematische
Dokumentation.Versuch der “Objektivierung”:
- Die Umstände unter denen Ergebnisse zustande kamen müssen detailliert
beschrieben werden, so dass sie von jedem überall unter den selben
Bedingungen wiederholt werden können.
- Forschungsmethoden helfen das experimentelle Vorgehen zu standardisieren
- Vollständige Dokumentation, mit Nachvollziehbarkeit bis ins kleinste
Detail. Einfach ausgedrückt: jeder soll überall in der Lage sein
zu verstehen, was Du getan hast, um zu Deinen Ergebnissen zu kommen und
jeder sollte auch in der Lage sein zu denselben Ergebnissen zu kommen,
wenn er Deine Experimente unter denselben Bedingungen wiederholt. |
4.
Auf welcher Basis wird entschieden eine Hypothese anzunehmen,
oder abzulehnen?
|
| Subjektive
Wahrscheinlichkeiten, die auf eigenen oder indirekten, durch
andere Quellen vermittelten, Erfahrungen basieren. |
-
Zur Entscheidung werden Verfahren statistischen Schließens
benutzt. Es gibt ausgeklügelte Versuche die Ergebnisse von
kleineren Stichproben auf größere Gruppen (Populationen)
zu übertragen.
- Schutz vor Irrtümern durch Risikokalkulationen (bedingte
Irrtumswahrscheinlichkeiten). |
5.
Wie wird die Gültigkeit von Aussagen beurteilt?
|
-
Ausgehend von der Intuition
- eigenes Weltbild
- Einzelerfahrung
- Anekdotisches Wissen |
-
Grosse Skepsis gegenüber der Generalisierbarkeit von Einzelerfahrungen.
- Forderung nah eindeutig interpretierbaren und generalisierbaren Ergebnissen
-nachvollziehbare Gültigkeitsüberprüfungen |
6.
Wie wird mit Theorien umgegangen?
|
| Bildung
von “naiven Theorien”, oft unkritisch, wenig Bereitschaft
zur Falsifikation(Falsifikation bedeutet die Widerlegung einer
Theorie) |
Qualitätssicherung:
Es findet ein permanenter Prozess der Überprüfung und
Ermunterung zur Kritik statt. Die Zukunft einer Theorie ist abhängig
vom Konsens der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Ergebnisse werde
in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht und unterliegen
strenger anonymer Begutachtung. Zudem herrscht reger Austausch
mit Kollegen auf Kongressen und Tagungen.( Aber natürlich
birgt das auch den Nachteil einer Verlangsamung von “Revolutionen”,
denn neue Ideen müssen einer sehr kritischen Gemeinschaft
präsentiert und durchgefochten werden, siehe „die
Erde ist eine Scheibe…”) |
Die Gültigkeit
und Aussagekraft von Untersuchungsergebnissen wird an weiteren Faktoren
festgemacht, zu denen z.B. die interne und externe Validität
(= Gültigkeit) gehören.
Interne
Validität (= in sich logisch/richtig und gültig)
Eine
Untersuchung ist intern valide, wenn ihre Ergebnisse eindeutig interpretierbar
sind. Veränderungen in den abhängigen Variablen (z.B., dass
der Athlet schneller läuft) müssen eindeutig auf den Einfluss
der unabhängigen Variablen (z.B. ein spezielles Trainingsprogramm
für Läufer) zurückzuführen sein.
Externe
Validität (=Gültigkeit über Zeit und Personen
hinweg)
Externe
Validität liegt vor, wenn das in einer Untersuchung gefundene
Ergebnis auf andere Personen, Situationen oder Zeitpunkte übertragen
werden kann.
Qualitative Forschungsmethoden
Qualitative
Forschungsmethoden werden meistens in der Sozialforschung (Soziolgie,
Pädagogik oder Psychologie ) angewendet. Der Anspruch hier ist
nicht so sehr objektive Ergebnisse durch wiederholbare Messungen zu
erhalten, sondern vielmehr komplexe soziale Situationen oder Phänomene
durch Techniken und Methoden zu erforschen, die die Individualität
der Beteiligten ausdrücklich erfassen und zulassen. Häufig
begibt sich der Forscher hier direkt in das Forschungsfeld und es gibt
keine künstliche Laborsituation, jedoch durchaus bestimmte Forschungsmethoden
und Techniken, auf die man sich geeinigt hat, um einen gewissen wissenschaftlichen
Standard zu wahren.
Zu nennen sind hier z.B. :
- Einzelfallstudie
- Qualitatives Interview
- Gruppensituation
- Inhaltsanalyse
- Teilnehmende Beobachtung
- Qualitatives Experiment
- Biographische Methode
Auch in
der Feldenkrais Welt gibt es schon qualitative Forschungsarbeiten, „Der
Fall Doris“ von Moshe Feldenkrais selbst, ist das beste Beispiel
dafür. Aber seitdem wurden auch viele andere Fallstudien veröffentlicht,
z.B. die Dissertation von Assistenztrainer Robbie Ofir, der detailliert
die Rehabilitation von zwei jungen, nach Autounfällen schwer
hirngeschädigten Frauen durch die Feldenkrais Methode beschreibt.
(Ofir, Feldenkrais Resources)
Qualitative Forschungsmethoden werden häufig also nicht so ernstzunehmende
Instrumente der “weichen “ Wissenschaften, wie Geistes- und Sozialwissenschaften
bezeichnet. Nichtsdestotrotz haben auch sie ihre große Berechtigung und
liefern einen wichtigen Beitrag in der Forschung, da sie sich mit den realen
Bedingungen befassen, nicht mit kontrollierten Laborbedingungen, die das Leben
normalerweise ja auch nicht bereithält. Auch können sie oft Anstöße
geben, wo man mit detaillierteren Studien und Messungen ansetzen kann. Sie
haben das Ziel, Hypothesen in einem relativ unerforschten Untersuchungsbereich
zu entwickeln und sie dienen der Schaffung von theoretischen, als auch begrifflichen
Voraussetzungen, um überhaupt erste Fragestellungen in einem unerforschtem
Bereich formulieren zu können.
Was bedeutet das alles für einen Feldenkrais Practitioner, der Interesse
daran hat an eigenen Forschungsprojekten zu arbeiten?
Das bedeutet
zunächst, dass jede noch so kleine Fragestellung wichtig und
interessant ist. Um wirklich in einen Forschungsprozess einzutreten,
ist es nur wichtig:
- alles
genau zu dokumentieren, so dass es auch von Unbeteiligten, oder nach
einiger Zeit noch nachvollzogen werden kann.
- dass, wenn Sie empirisch arbeiten wollen, Sie die Daten mit
geeichten Instrumenten erheben, (z.B. ein standardisiertes Metermass,
eine Stoppuhr), was jedoch nicht
zugleich hochtechnologisch heißen muss. (Packpapier und Tinte kann zunächst
für Fußabdrücke genauso herhalten, wie eine computergesteuerte
gait mat!)
- dass Sie die Fragestellung einfach halten, denn man kann in
der Regel nicht die Entstehung des Weltalls mit einer einzigen
Fragestellung aufklären,
ebenso wenig die Feldenkrais Methode...
- dass Sie die Begriffe mit denen Sie arbeiten genau definieren. „Was
meine ich , wenn ich von „Entspannung“ rede? Wie definiere ich,
dass jemand nachher weniger Schmerzen hat als vorher (z.B. in einem standardisierten
Fragebogen)? Was meine ich, wenn jemand nach einer Lektion Golfschwünge
mit größerem Erfolg ausführt als vorher, die Trefferquote?
Die Zielgenauigkeit? Die Länge des Schlages? “ …(= Operationalisieren!)
- dass Sie keine Angst vor Statistik haben. Dafür gibt es
Computerprogramme, wie z.B. SPSS und Experten, damit muss man
sich nicht allein und von Hand herumschlagen.
- dass Sie den Austausch mit Kollegen suchen, um die Terminologie,
d.h. die Begriffe, die man verwendet zu klären um zu einer gemeinsamen Sprache
zu finden und neue Ideen und Anregungen zu sammeln. Vielleicht sind manche
Experimente noch nicht so ausgereift und ein Gespräch hilft da oft weiter.
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Das
Forschungshandbuch für Einsteiger wurde ursprünglich
von Carolin Theuring für die Teilnehmer des ersten Feldenkrais & Wissenschaft
Arbeitstreffens in München im Juli 2003 zusammengestellt.
Dieses Arbeitstreffen wurde vom Feldenkrais Zentrum Heidelberg
initiiert und organisiert und fand in der Bundeswehrhochschule
in Neubiberg mit freundlicher Einladung von Prof. Klaus Schneider
statt.
Herzlichen
Dank an Roger Russell und Ulla Schläfke vom Feldenkrais Zentrum
Heidelberg für ihre unermüdlichen Anstrengungen Wissenschaftler
und Feldenkrais Lehrer an einem Tisch zusammenzubringen! Herzlichen
Dank auch an Prof. Beatrix Vereijken und Prof. Klaus Schneider
für ihre Bereitschaft und ihr Interesse unsere Neugier tatkräftig
zu unterstützen!
Literaturvorschläge:
Bortz,
J. u. Lienert, G.A. (1998). Kurzgefasste Statistik für die klinische
Forschung. Berlin: Springer Verlag.
Feldenkrais,
M. (1981). Abenteuer im Dschungel des Gehirns. Frankfurt a.M: Suhrkamp.
Lamnek,
S. (1995). Qualitative Sozialforschung, Bd. 1/2. Weinheim: Beltz,
PVU.
Ofir,
R. (xxxx).Motor learning using the Feldenkrais Method in physical
rehabilitation with traumatic brain injury. Feldenkrais Ressources
Teacher’s Catalogue, p. T12.
Schleip,
R. (2000). Lichtblicke im Dschungel der Gehirnforschung. Von ‚Body
and Mature Behaviour’ (1949) bis zur Gegenwart. FeldenkraisZEIT
Journal für somatisches Lernen 1: 47-56.
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